Historie

Euskirchener Dialoge

Die Euskirchener Dialoge bieten ein Forum des Dialogs der Medizin mit der Philosophie.
Die Frage der Gesundheit ist abhängig vom Menschenbild.
Mit Philosophie und verwandten Disziplinen sollen medizinischer Fortschritt und gesellschaftliche Entwicklungen daraufhin reflektiert werden.

Für Idee und Konzept sind Dr. med. Hubertus Rüber, Neurologe in Euskirchen und PD Dr. phil. Ulrike Bardt, Universität Koblenz, Institut für Philosophie, verantwortlich.

Alle, die sich angesprochen fühlen, sind herzlich willkommen!

Historie

2026

27.05.2026 | 28. Euskirchener Dialog

„Die vulnerable Gesellschaft in Resilienz fordernder Zeit“

Marienschule Euskirchen

Unser Land steht vor immer größeren Herausforderungen, globalen Verwerfungen und wirtschaftlichen Unsicherheiten, doch wir leben in einer Gesellschaft der Empfindsamen, in der wir vornehmlich mit uns selbst beschäftigt sind.
Microaggressionen, toxische Beziehungen, Traumatisierungen fühlen wir als alltäglich und uns als vulnerabel.

Doch wie stabil ist unsere Gemeinschaft und wie gehen wir mit zunehmender Verunsicherung und Verletzlichkeit um?
Inwieweit ist es Aufgabe des Gesetzgebers, den Bürger in seiner Verletzlichkeit zu schützen, wenn er dabei riskiert, Freiheitsrechte zu beschränken?
Wieviel Resilienz und Selbstverantwortung dürfen wir dabei vom Einzelnen wie auch der Gesellschaft erwarten?
Überfordern die in der Gegenwart kumulierenden Krisen unsere Resilienz oder sind wir Empfindsamen eher unterfordert?

Diese und weitere Überlegungen werden vorgetragen und diskutiert von

Frau Prof. Dr. Dr. Frauke Rostalski, Institut für Strafrecht und Strafprozessrecht der Universität Köln, zum Thema „Vulnerabilität und Freiheit“

Frau Prof. Dr. Franziska Geiser, Direktorin der Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Uniklinik Bonn zum Thema „Ambivalenz in der Krise – behindert oder fördert sie Resilienz?“

Begrüßung Dr. med. Hubertus Rüber,
Arzt für Neurologie und Psychiatrie-Psychotherapie, Euskirchen

Moderation Prof. Dr. Ulrike Bardt,
Institut für Philosophie der Universität Koblenz
Musikalische Einführung Barbara Luke mit den Mary`s Voices

Im Anschluss an die Vorträge besteht die Möglichkeit zur Diskussion und zum Austausch. Die Veranstaltung richtet sich an alle Interessierten, die aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen besser verstehen und gemeinsam über Wege in eine zukunfts- und handlungsfähige Gesellschaft im Spannungsfeld von individueller Belastbarkeit und gesellschaftlicher Widerstandskraft nachdenken möchten.

13.11.2024 | 27. Euskirchener Dialog

Zurück zur Zukunft – wie wir uns angesichts paralysierender Gegenwartskrisen als Gesellschaft und persönlich die Zukunft vorstellen wollen

Marienschule Euskirchen

Statt am „Ende der Geschichte“ (Francis Fukuyama) stehen wir wohl eher am Anfang einer neuen.

Die Erfahrung vielfältiger gegenwärtiger Krisen mit dem Gefühl, nicht mehr zu wissen, wie es weitergehen kann, war bereits im 26. Euskirchener Gespräch durch Erkenntnisse aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen thematisiert worden.

Im 27. Gespräch am 13.11.2024 sollen soziologisch und psychiatrisch Perspektiven entwickelt werden, mit denen die Zukunft eingeholt werden kann.

Heinz Bude: „Wie bringen wir uns vor unsere Zukunft?“

Was angesichts der Polykrisen bevorsteht, „verlangt, dass die Menschen mit einer gewissen Entschiedenheit für sich und das, was künftig wichtig wird, einstehen“ – so Heinz Bude.

Thomas Fuchs: „Was wird aus dem Menschen? Für einen verkörperten Humanismus.“

Um zu entscheiden, was wichtig ist, ist eine Klärung, wie wir uns als Menschen verstehen wollen, Voraussetzung. Thomas Fuchs wird uns dazu mit einem Plädoyer für einen neuen, verkörperten Humanismus Auskunft geben.

Prof. Dr. Phil. Heinz Bude ist Professor für Makrosoziologie (i.R.) der Universität Kassel
Prof. Dr. med. Dr. phil. Thomas Fuchs ist Karl-Jaspers-Professor für philosophische Grundlagen der Psychiatrie und Psychotherapie an der Universität Heidelberg.

>> DOWNLOAD PDF (Rheinisches Ärzteblatt 1/2025)

28.10.2023 | 26. Euskirchener Dialog

Am Ende der Gewissheiten – zu einer Ethik des Nichtwissens

Präsenz- und Online-Seminar in der Marienschule Euskirchen

Eine neue Aufklärung über den Menschen tut not.
Eine Aufklärung über alte und neue Mythen, Fake News und Verschwörungstheorien, die der Vernunft entgegenstehen, eine Begriffsbildung dessen, was den Menschen ausmacht, bevor er im Transhumanismus verschwindet, und ein Verständnis natürlicher Grundlagen des (Über-)Lebens.

Prof. Markus Gabriel, Bonn
Prof. Dominik Michels
, Darmstadt
Prof. Joseph Kambeitz, Köln
Prof. Eva Horn, Wien

 

17.11.2021 | 25. Euskirchener Dialog

Kulturelle Ressourcen in Zeiten der Pandemie

Live-Übertragung aus der Ärztekammer Nordrhein, Düsseldorf

Ein kulturphilosophisch-psychiatrischer Dialog zu gesundheitlichen und gesellschaftlichen Grenzerfahrungen

Prof. Dr. Dr. Thomas Fuchs
Karl-Jaspers Professor für Philosophische Grundlagen der Psychiatrie und Psychotherapie

Prof. Dr. Navid Kermani
Schriftsteller, Orientalist und Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels

25.11.2020 | 24. Euskirchener Dialog

Wie Geschichten und Stimmungen uns bestimmen

Online-Symposium

Falsche Theorien können tödlich sein – über Fakten, Fake-News und die Neuordnung des Wissens in Zeiten der Pandemie | Bernhard Pörksen, Professor für Medienwissenschaft, Philosophische Fakultät der Universität Tübingen

Wie Geschichten und Stimmungen uns bestimmen – eine neurobiologische Sicht | Prof. Dr. med. Christian E. Elger, Ärztlicher Leiter und geschäftsführender Gesellschafter der Beta Neurologie – Kompetenzzentrum für Epileptologie, Beta-Klinik, Bonn

Die Macht von Stimmungen | Prof. Dr. Heinz Bude, Professor für Makrosoziologie an der Universität Kassel

12.6.2019 | 23. Euskirchener Dialog

Die Vermessung des Menschen – von der Quantified Self Bewegung zum Social Credit System

Prof. Dr. med. Andreas Heinz | Optimierung und Normierung – neue Risiken im psychiatrischen und psychotherapeutischen Behandlungssystem?
Prof. Dr. rer. pol. Steffen Mau | Vom quantifizierten Selbst und vom metrischen Wir

27.11.2019 | 22. Euskirchener Dialog

„Informationsflut und kollektive Erregung in digitalen Zeiten“

Prof. Dr. Bernhard Pörksen | Fakt und Fake. Von der Macht der Desinformation im digitalen Zeitalter
Prof. Dr. Martin Korte | Gehirne im digitalen Wandel – sind wir bereit für die Zukunft?

20.6.2018 | 21. Euskirchener Dialog

Ist alles nur Kopfkino – Neurokonstruktivismus und Wirklichkeitserfahrung

Prof. Dr. Markus Gabriel  |  Fallstricke des Neurokonstruktivismus – Warum wir die Wirklichkeit doch so erfassen wie sie ist
Prof. Dr. Christian Elger  |  Das menschliche Entscheidungsverhalten im Spannungsfeld der Digitalisierung

21.11.2018 | 20. Euskirchener Dialog

„Der Imperativ des Einzigartigen – Kulturkapitalismus und Narzissmus“

Prof. Dr. Andreas Reckwitz  |  Performative Selbstverwirklichung – Paradoxien des spätmodernen Subjekts
Herrn PD Dr. Gerhard Dammann  |  Narzissmus – eine Störung der Spätmoderne?